Neue Anregungen für unsere Arbeit
02.12.2011Im Rahmen einer Exkursion lernten Mitarbeiter aus SALEM-Höchheim zwei andere Einrichtungen näher kennen, die ebenfalls behinderte Menschen beschäftigen.
Am 16. November 2011 unternahmen wir mit den Arbeitserziehern und den hauswirtschaftlichen und wirtschaftlichen Mitarbeitern aus SALEM-Höchheim eine Exkursion zu zwei unterschiedlichen Einrichtungen, die behinderte Menschen beschäftigen.
Zuerst ging es in die Mainfränkischen Werkstätten nach Würzburg. Dort finden über 300 Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen Beschäftigung.
Der Abteilungsleiter und die Psychologin nahmen sich sehr viel Zeit um über ihre Arbeit zu berichten und unsere Fragen zu beantworten. Im Gespräch stellte sich heraus, dass bei aller Unterschiedlichkeit im Aufbau doch viele Schwierigkeiten und Hemmnisse ähnlich gelagert sind. Immer handelt es sich um den Umgang mit Menschen, mit ihren Stärken und Schwächen.
Die Führung durch einzelne Werkstattbereiche war für unsere Mitarbeiter schon beeindruckend. Besonders der große und professionelle Maschinenpark war interessant. Einige Arbeitszweige waren aber durchaus auch mit unserer Arbeitstherapie vergleichbar. Es wurde aber auch deutlich, wie sich eine über das Arbeitsamt geförderte Werkstatt für behinderte Menschen von unserer Arbeitstherapie unterscheidet, wie die gesetzlich vorgegebenen Strukturen einen engen Rahmen schaffen, der dann auch sehr viel Bürokratie beinhaltet.
Vor allem bekamen wir alle eine Vorstellung, wie eine gut funktionierende Werkstatt mit Räumlichkeiten und koordinierenden Abläufen gestaltet werden muss. Auch von den gesetzlichen Auflagen zu erfahren war sehr wichtig für uns alle. Einige Aspekte werden in die Ausgestaltung der geplanten SALEM-Öko-Werkstatt einfließen.
Am Mittag ging es dann weiter in die Dorfgemeinschaft Hohenroth bei Gemünden am Main. Hier sind ähnliche dörfliche Strukturen wie in Höchheim. Der biologische Anbau, die Umweltverträglichkeit stehen bei allen Arbeiten im Vordergrund. Besonders beeindruckt waren alle Mitarbeiter, dass die Führung von einem Bewohner der Dorfgemeinschaft durchgeführt wurde, der diese Aufgabe souverän bewältigte.
Das Fazit aller Teilnehmer: Es war ein gelungener Tag, es gab viele Anregungen aber auch die Erfahrung, dass wir insgesamt mit unserer Arbeitstherapie auf einem guten Weg zum Wohle unserer zu Betreuenden sind.
Gerda Lipfert, Dorfleitung SALEM-Höchheim
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